Willkommen bei der Musikvereinigung Ebensfeld!

50 Jahre Musikvereinigung Ebensfeld - Jubiläumskonzert am Samstag, 10.11.2018 um 19.30 h in der Ebensfelder Dreifachturnhalle

2018 jubilumskonzert - plakatHerzliche Einladung

Auf ein mehr als außergewöhnliches Konzert dürfen sich alle Musikfreunde am kommenden Samstag, den 10.11.18 um 19.30 h in der Ebensfelder Dreifachturnhalle freuen, wenn die Musikvereinigung Ebensfeld e.V. ihren musikalischen Höhepunkt des Jubiläumsjahres "50 Jahre Musik im Verein in Ebensfeld" präsentiert. Aber nicht nur musikalisch werden die vier verschiedenen Orchester der Musikvereinigung unter der musikalischen Leitung von Reinhold Stärk für Überraschung sorgen, sondern auch optisch und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Besonders eingeladen sind neben der Gesamtbevölkerung und allen Gästen am Obermain auch alle Vertreter der lokalen Vereine und der Musikvereine aus dem weiteren Umkreis sowie die Politischen Vertreter, um das Jubiläum mit der Musikvereinigung angemessen zu feiern.

Die Musiktradition in Ebensfeld vor fast 150 Jahren

Genauso außergewöhnlich wie das Jubiläumskonzert ist aber auch die Geschichte der Musik im Marktflecken am Obermain, weshalb der aktuelle Vorstand Rudolf Dierauf gerne einen Blick in das mittlerweile umfangreiche Archiv gewährte. Die Blasmusik in Ebensfeld kann nämlich stolz auf eine besonders lange Tradition zurückblicken. Bereits seit 1873 wird in Ebensfeld organisiert Blasmusik gespielt. Das ist in der Region ziemlich einzigartig, weil die allermeisten Musikkapellen ihre Tradition bzw. ihr Entstehen aus

Kirchenbüchern ableiten. Fünf honorige und hochbetagte Ebensfelder Herren haben dann 1957 gegenüber dem damaligen Fränkischen Musikbund eidesstattlich die Gründung dieses Musikvereins nachträglich beurkundet. Es waren dies der Tünchnermeister Georg Baumann, der Schreinermeister Pankraz Senger, der Gastwirt Paul Wunner, Prälat Georg Meixner sowie Bürgermeister Josef Dütsch. Diese Zeugen waren, bis auf Bürgermeister Josef Dütsch, alles Söhne der damaligen Gründungsmitglieder. Die Ersten namentlich noch bekannten aktiven Musikanten waren Johann Baumann *1844, Karl Merklein *1848, Andreas Meixner *1852, Heinrich Senger *1848, Johann Wunner *1853, Johann Hornung *1848 sowie Andreas Lohneis *1850. Ihre musikalische Tätigkeit blieb zunächst auf die Umrahmung von kirchlichen Anlässen sowie von Geburtstagen und kleinen Feierlichkeiten beschränkt. Aber bereits ein Jahr nach der Gründung war man soweit, dass man mit Marschmusik beim Gründungsfest des Veteranen- und Kriegervereins Ebensfeld im Jahre 1874 mitwirken konnte.

Die Nachkriegszeit und 40 Jahre getrennte Wege

Vorstände und Dirigenten der ersten 50 Jahre sind leider nicht mehr bekannt. Erst ab dem Jahr 1933 wurden diesbezüglich Aufzeichnungen geführt. Nach den leidvollen Jahren des zweiten Weltkriegs nahm die Musik in Ebensfeld einen rasanten Aufschwung, der etwa 20 Jahre lang anhielt.

Mitte der 60er Jahre kam dann das musikalische Vereinsleben leider wenn auch für nur kurze Zeit zum Erliegen. Aber bereits 2 Jahre später wurde die Vereinstätigkeit auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Karl Reinlein neu belebt und im Jahre 1968 der Musikverein Ebensfeld (wieder-) gegründet. Ausbilder und Dirigent war damals Wenzel Soder. Schon drei Jahre später kam es jedoch zu Spannungen im Verein und Wenzel Soder hatte sich in der Folge mit den Nachwuchsmusikanten vom Verein getrennt, so dass letztlich mit der Obermaintaler Jugendkapelle ein zweiter Musikverein in Ebensfeld entstanden ist. Von da an gingen die beiden Ebensfelder Musikvereine ca. 40 Jahre lang getrennte Wege!

Die "Wiedervereinigung" 2012 und die Zukunft

Nach intensiven und langanhaltenden Verhandlungen der Verantwortlichen beider Vereine war es im Jahre 2012 dann soweit, dass man zur Musikvereinigung Ebensfeld e.V. fusionieren konnte, was im Nachhinein betrachtet, der absolut richtige Schritt war. Heute, im Jahre 2018 und 50 Jahre nach der Wiederbelebung des musikalischen Vereinslebens, ist die Musikvereinigung Ebensfeld der zweitgrößte Verein im Gemeindegebiet und der größte Musikverein im Landkreis Lichtenfels. Mit insgesamt vier Orchestern und zwei schulischen Bläserklassen, zwei schulischen Flötenklassen sowie einer musikalischen Früherziehung ab dem zweiten Lebensjahr ist die Musikvereinigung mehr als gut aufgestellt und sieht sich verpflichtet, die stolze Ebensfelder Musiktradition erfolgreich weiterzuführen und auch langfristig zu erhalten. In 5 Jahren kann Ebensfeld dann auf 150 Jahre Blasmusik in Ebensfeld zurückblicken, wozu bereits die ersten Vorplanungen für ein großes Bundesbezirksmusikfest angelaufen sind.

Das Jubiläumskonzert

Beim Jubiläumskonzert am kommenden Samstag erwartet die Zuhörer zum einen eine ungewöhnliche Bandbreite verschiedener Musikwerke von der traditionellen Blasmusik über Rock- und Popklassiker bis hin zur Operette. Beim berühmten Musical "Das Phantom der Oper" werden dessen Melodien von der schaurig schönen Geschichte über ein düsteres Wesen in der Pariser Oper um 1900 alle Zuhörer in die Welt der Liebe, Angst und Leidenschaft entführen. Neben der Musik werden aber auch mehrere Instrumente für Aufsehen sorgen, wenn der Klang eines originalen Alphorns, eines Fagotts und sogar einer Harfe die Ebensfelder Dreifachturnhalle mit ihrer erprobten Klangqualität füllen werden. Mit einer absoluten Premiere werden die Musiker des Blasorchesters alle Gäste auch optisch überraschen. 6 Jahre nach der Fusion der beiden Ebensfelder Musikvereine, in denen das Blasorchester noch mit ihren ursprünglichen unterschiedlichen Trachten aufgetreten ist, wird das Orchester beim Jubiläumskonzert erstmals die neue einheitliche Tracht der Öffentlichkeit präsentieren. Mit dem großen Blasorchester Ebensfeld, der Junior-Band, dem Schülerorchester und dem etwas anderen Nachwuchsorchester "Bloos A-Moll", der ersten Erwachsenen-Bläserklasse im Landkreis Lichtenfels, werden an diesem Abend zugleich vier Orchester ihr Können präsentieren und für einen wirklich unvergesslichen Blasmusikabend sorgen. Obwohl der Eintritt frei ist, freuen sich die Organisatoren neben einen reichen Applaus natürlich über eine Spende am Ende des Festabends. Vor und nach dem Konzert sowie in der Pause ist wie gewohnt auch für Getränke und einen kleinen Imbiss gesorgt.

O.W.

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