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Generalversammlung 2019 der Musikvereinigung Ebensfeld e.V. - Bläserklassen, Jubiläumsrückblick und Ehrungen

Viel Musik, ein umfangreicher Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2018, eine moderate Beitragserhöhung und Ehrungen verdienter Mitglieder und Aktiver prägten die Generalversammlung 2019 der Musikvereinigung Ebensfeld e.V.. Vorstand Rudolf Dierauf und Dirigent Reinhold Stärk konnten erneut eine überaus positive Bilanz für den mitgliederstärksten Musikverein im Landkreis Lichtenfels ziehen und genauso positiv in die Zukunft blicken.

Bläserklassenklänge und eine beeindruckende Jahresbilanz

Schon traditionell eröffnen die beiden Bläserklassen der Pater-Lunkenbein-Schule unter ihrem Dirigenten Thomas Helmreich die Jahreshauptversammlung, sodass der altehrwürdige Greßano-Saal nicht nur gefüllt war mit Kindern der 3. und 4 . Klasse und ihren Eltern, sondern auch mit Bläser- und Schlagzeugklängen. Vom Echo des Frühlings über Doodle all day, Nino Latino, dem Bananenboot-Song bis hin zum Reißer aller Bläserklassen, dem Hard Rock Blues reichte das Repertoire, wobei besonders die Jüngsten nach nur 5 Monaten schon eine tolle Leistung hinlegten. Nach der Begrüßung durch Vorstand Dierauf, insbesondere des Ehrenvorstands Josef Wohlleben sowie der Ehrenmitglieder Bernhard Neumann, Theo Lunkenbein und Georg Jung bestimmten beim Totengedenken mit dem Trompetenduo vom Guten Kameraden langsam ruhigere Töne die Versammlung. Mit dem Tod von Peter Uridil, Leonhard Storath, Hans Raab, Werner Pühn, Margarete Hemmer, Edgar Zapf, Alfred Motzeld und Josef Weidner verlor die Musikvereinigung gleich 8 verdiente Mitglieder, davon 3 Ehrenmitglieder. Trotzdem konnte Dierauf wieder beeindruckende

Zahlen präsentieren. Bei fast 640 Mitgliedern sind in Ebensfeld über 140 Musiker aktiv, wobei über 100 Aktive jünger als 27 Jahre sind. Ein Durchschnittsalter von 41 bei den Passiven und von 21 bei den Aktiven kann sich sicherlich sehen lassen. Die Vorstandschaft traf sich 7 mal, einmal kamen alle Aktiven zu einer Spielersitzung zusammen. Neben einem fulminanten Jubiläumsjahr mit herausragenden Konzerten z.B. von Häisdn Däisd vomm Mee, dem Polizeiorchester Bayern, dem Wertungsspielwettbewerb des Nordbayerischen Musikbundes, einem Trompetenkonzert mit Karl Hanspeter in der Pfarrkirche bis hin zu einem bemerkenswerten Jahreskonzert des eigenen Blasorchesters standen natürlich auch noch die Pflichtveranstaltungen auf dem Programm. 7 der 51 Jubilare wurden sogar mit einem Ständchen gratuliert, während Kirchentermine, Fronleichnam, ein Jugendkonzert oder aber auch der schon legendäre Preisschafkopf und die Fränkische Weihnacht wie selbstverständlich nebenher absolviert wurden. Aber nicht nur musikalisch wurde gefeilt, mit einer neuen Tracht, einem Xylophon, einer erweiterten Bühne, zweier sogenannter Roll-Ups bis hin zu eigenen Kennzeichenträgern präsentiert sich die Musikvereinigung auch optisch exzellent. An den anwesenden 1. Bürgermeister Bernhard Storath wurde nicht zum letzten Mal der dringende Bedarf eines Probenraums für die verschiedenen Orchester in Ebensfeld herangetragen. Ein Verein müsse zur rechten Zeit die Weichen richtig stellen und sich manchmal auch vom Altgewohnten trennen, so Dierauf. Mit der Fusion der beiden Vereine Obermaintaler und Musikverein 2012 und der konsequenten Förderung des Nachwuchses sei dies in Ebensfeld sehr gut gelungen, sodass im Jahre 2023 sicherlich ein großes Musikfest anlässlich von 150 Jahre Blasmusik in Ebensfeld gefeiert werden kann. Förderung von Kultur und Ehrenamt dürfe sich nicht auf Worthülsen und Almosen beschränken, während die gesetzlichen und bürokratischen Anforderungen immer höher werden, appellierte Dierauf insbesondere an die Politik. Mit einem herzlichen Dank an alle Helfer schloss er seinen Bericht ab.

Musikalische Ausbildung von Jung bis Alt

Benedikt Krüger zeichnet als einer von zwei Stellvertretern besonders für die Ausbildung verantwortlich. Und die hat es bei der Musikvereinigung in sich. Von der frühkindlichen Musikalischen Früherziehung, 2 Blockflötenkursen, 2 Bläserklassen, einer Juniorband, der Erwachsenenbläserklasse bis hin zum Großen Blasorchester wird für jedes Alter etwas angeboten. Aber auch die außermusikalische Jugendarbeit wird mit einer eigenen Bläserjugend durch Aktionen wie ein Zeltlager und Basteln für die Weihnachtsfeier gepflegt. Detailliert ging anschließend Dirigent Reinhold Stärk auf die verschiedenen Orchester ein. Reinhold Stärk aus Lisberg im Landkreis Bamberg, den Vorstand Dierauf nicht zum ersten Mal als Glücksgriff für Ebensfeld bezeichnete, hat mittlerweile die musikalische Leitung von gleich vier Orchestern in Ebensfeld inne. Um den Kindern den Übergang von der Bläserklasse zu den „Großen" zu ermöglichen, wurde als zusätzliche Leistungsstufe die „Junior-Band" ins Leben gerufen. Seit eineinhalb Jahren treffen sich jeden zweiten Mittwoch etwas andere "Bläserklassenkinder" in der Schule, um ein Instrument zu erlernen und miteinander zu musizieren. Mit der Erwachsenen-Bläserklasse war Ebensfeld wieder einmal ganz vorne mit dabei und der Erfolg beim Wertungsspiel 2018 gibt ihnen Recht. Jeder ist eingeladen, auch im höheren Alter, ein Instrument neu oder wieder zu erlernen. Das bisherige Schülerorchester heißt nun U25 und stellt das eigentliche Bindeglied zum Hauptorchester dar. Mit über 40 Musikern ist das Große Blasorchester das Aushängeschild der Ebensfelder, auch wenn die Probenbeteiligung noch stark verbesserungswürdig ist. Im Sommer können sich alle Musikfreunde auf ein Sommer Open Air Konzert zusammen mit einem Gospelchor freuen. Die Kassiererin des Vereins Christine Murrmann konnte trotz immenser Umsätze eine ausgeglichene Bilanz ziehen, sodass auch die Entlastung der Vorstandschaft nur reine Formsache war.

Ehre wem Ehre gebührt

Bürgermeister Bernhard Storath zeigte in seinem Grußwort auf, dass er zuvor genau zugehört hatte und besonders die Kritikpunkte aufnahm. Das Thema Schulsanierung und Probenraum ist und bleibt schwierig. Anerkennung zollte er der Musikvereinigung für ihren zielstrebige und hervorragenden Einsatz für die Musik und für den Markt Ebensfeld. Der Vertreter des Kreisverbandes Andreas Pratsch betonte nicht zum ersten Mal die gute Führung der Musikvereinigung und dass sich die Ebensfelder wahrlich nicht verstecken brauchen. Bei den anschließenden Ehrungen konnten wieder eine Vielzahl aktiver und passiver Mitglieder ausgezeichnet werden.

50 Jahre halten bereits der Musikvereinigung Alfred Geißendorfer, Erhard Lohneis und Hans Martin die Treue, 40 Jahre sind Georg Hüttner, Siegfried Dütsch und Hermann Pornschlegel dabei, 25 Jahre unterstützen Ulrich Amon, Georg Senger und Winfried Weinbeer die Ebensfelder Musik. Für 10 Jahre aktives Musizieren wurden Lisa Weidner und Eric Märkl ausgezeichnet. Bei den Musikerleistungsabzeichen war in diesem Jahr die Musikvereinigung mit einer Rekordbeteiligung vertreten. Das Leistungsabzeichen in Bronze (D1) erspielten sich Jule Gerlach (Posaune), Jakob Zenk (Trompete), Tim Wieder (Saxophon), Maria Schütz (Tenorhorn), Roswitha Sommer (Klarinette), Reinhold Fröhlich (Tuba), Norbert Fröhlich (Posaune), Kirsten Lauritzen (Saxophon), Monika Rübensaal (Lyra), Robert Krüger (Tuba), Wolfgang Stölzl (Tenorhorn), Dieter Tussetschläger (Bariton), Christine Murmann (Trompete) und Reinhold Stärk (Althorn). Mit dem silbernen Abzeichen (D2) dürfen sich in Zukunft Jakob Zillig (Schlagzeug), Marie Hagel (Saxophon) und Hanna Späth (Saxophon) schmücken.

Moderate Beitragserhöhung und der Wunsch nach Vereinsausflügen

Eine moderate Beitragserhöhung auf 18.- € für Einzelmitglieder sowie 25.- € für Familienmitgliedschaften wurde von den Vereinsmitgliedern einstimmig angenommen. Wünsche und Anträge rundeten die Generalversammlung ab. Die Fahrt nach Rurdorf in NRW zum Schützenfest muss leider entfallen, dafür übernehmen die Ebensfelder heuer wieder die Oberbrunner Kerwa. Insbesondere gemeinsame Vereinsausflüge werden gewünscht, um die Stimmung noch weiter zu verbessern. Vermerken sollte man sich bereits heute schon den 17. November, wenn das Ebensfelder Blasorchester in der Dreifachturnhalle ihr Jahreskonzert gibt.

O.W.

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