Hahn im Hasenpelz - Überraschung beim Oberbrunner Hahnenschlag

Viele trauten ihren Augen nicht, als der Sieger des Oberbrunner Kirchweih-Hahnenschlags am Montag einen großen Stallhasen aus der Transportkiste zog, anstatt wie die ganze Zeit angekündigt, einen lebenden Hahn. Schallendes Gelächter der Gäste erfüllte den Garten des alten Oberbrunner Schulhauses, in dem die Kirchweih stattfand. Auch bei den Verantwortlichen des Musikvereins Ebensfeld, der die Kirchweih ausrichtete, herrschte Ratlosigkeit, hatte doch ein Vorstandsmitglied noch selbst den Hahn am gleichen Tag bei einem Bauern abgeholt.

 

Vorangegangen waren dem Hahnenschlag bereits zwei sehr gut besuchte Kirchweihtage. Am Samstagabend wurde traditionelles Kesselfleisch gereicht, am Sonntag spielte die Trachtenkapelle Ebensfeld zum Frühschoppen und zur Abendunterhaltung auf, jeweils bei strahlendem Sonnenschein.

 

Am Montagabend wurde die Kirchweih dann durch den traditionellen Hahnenschlag beschlossen, der bei besten Wetter auch sehr gut besucht war. Das Oberbrunner Urgestein Horst Amon übernahm die Moderation, sein Assistent war Holger Tluczykont aus Staffelstein. Schon den ersten Schlag des Abends brachte Lukas Hagel ins Ziel und gewann dafür einen Kasten Ebensfelder Bier. Den zweiten Preis, einen Wertgutschein der Gemeinde Ebensfeld, gewann Marco Endres. Den vermeintlichen Hahn erschlug sich Elias Amon mit dem Dreschflegel.

Was war nun mit dem Hahn passiert? Wie sich nach zehnminütiger Verwirrung herausstellte, war der Musikverein einem Scherz aufgesessen. Acht Oberbrunner Schafkopffreunde hatten die Anlieferung des Hahns im Dorfhaus beobachtet und stellten fest, dass dieser danach unbeaufsichtigt war. Vom ehemaligen Dorfpolizisten Herbert Endres ging die Idee aus, den Hahn gegen einen seiner Hasen auszutauschen, um den Hahnenschlag etwas interessanter zu gestalten.

Freundlicherweise stiftete Herbert Endres den Hasen dann dem Musikverein Ebensfeld, so dass der ursprüngliche Hauptpreis doch noch ausgespielt werden konnte. Aufgrund der einsetzenden Dämmerung beschloss man aber, den Hahn zu verlosen. Losglück hatte schließlich Lukas Wolfram, der schon bei Hahnenschlägen der letzten Jahre erfolgreich war.

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